101 Fragen Bremer Holzvisionen
Reinigung & Pflege

101 FRAGEN

Kann ich meinen Teppichboden als Dämmung unter dem zu verlegenden Holzfußboden lassen?

Ist der Teppich gut erhalten, liegt der Gedanke nah, jedoch sprechen verschiedene Gründe dagegen. Wenn Sie lange etwas von Ihren Dielen haben möchten, entfernen Sie den Teppich vor der Verlegung. In erster Linie sind es hygienische Aspekte, die gegen den bestehenden Teppich als Dämmung sprechen. Zum einen die Geruchsbildung durch Schmutz im Teppichboden zum anderen, Schimmel, der entsteht, wenn die Feuchtigkeit unter dem Bodenbelag (z. B. vom Wischen) nicht mehr entweichen kann. Zudem kann es bei einem weichen Teppich als Dämmung, beim Begehen des Holzfußbodens zu einer erhöhten Bewegung und damit Belastung der Nut und Federverbindung kommen. Dadurch entsteht ein unvermeidbarer Höhenunterschied, weil sich das Material durch die Bewegung abträgt oder sogar brechen kann. Resultierend daraus können unschöne Fugenöffnungen entstehen. Sowie die entfallende Garantie bei unsachgemäßer Verlegung.

Was bedeutet „naturgeöltes Parkett“?

Durch die Wahl des Öls für die Oberflächenbehandlung Ihres Parkett- oder Massivholzdielen Fußbodens, beeinflussen Sie die farbliche Anmutung Ihres Wunschfußbodens.

Unter dem Begriff „naturgeölt“ verbirgt sich die Information, dass diesem Öl keinerlei Farbpigmente hinzugemengt wurden. Nach der Anwendung des Öls auf Ihren Massivholzdielen oder Ihrem Parkettboden hat dieser weiterhin seine natürliche und matte Oberfläche. Bei Ölen wie „Walnuss“ werden z. B. gelb-bräunliche Pigmente zugegeben, bei „Schwarz“ schwarze und so setzt es sich fort.

Massivholzdielen oder Fertigparkett

Die Frage, ob eine Massivholzdiele oder ein Fertigparkett die richtige Wahl ist, ist nicht nur abhängig von der Optik, sondern vor allem von den baulichen Voraussetzungen. Die Nutzschicht der Massivholzdiele ist in der Regel dicker als bei Fertigparkett. Der Bodenaufbau mit einer Massivholzdiele ist also höher als bei Fertigparkett. Wer also Platz nach oben hat und mit Fugen leben kann der nutzt die Langlebigkeit einer Massivholzdiele.

Parkett lackieren oder lieber ölen?

Lackierter Parkettboden ist pflegeleichter und kratzbeständiger als geöltes oder gewachstes Holz.

Der  Lack schützt das Holz vor Feuchtigkeit, Schmutz und kleinen Kratzern und macht es langlebiger. Kleine Kratzer können bei lackiertem Parkettboden mittels Politur ausgebessert werden. Tiefe Kratzer, welche bis unter die schützende Lackschicht reichen, vergrauen nach einiger Zeit und können unangenehm auffallen. Die Ausbesserung ist in diesem Fall kaum möglich. Eine Lösung wäre hier, den gesamten Parkettboden abzuschleifen und neu zu versiegeln.

Geölter Parkettböden schafft ein gemütliches, gesundes Raumklima und hat eine natürlichere Haptik als lackierte Böden. Das Öl zieht bis in die Holzporen ein, somit ist das Holz selbst bei tiefen Kratzern noch geschützt, beschädigte Stellen vergrauen nicht. Eine punktuelle Ausbesserung ist bei geöltem Parkett mit Schleifpapier möglich und durch die fehlende Schutzschicht auch häufiger nötig, als bei lackiertem Parkett.

Warum muss sich Parkett akklimatisieren?

Parkett kaufen, reintragen, loslegen?…Lieber nicht!
Bevor Sie Parkett oder andere Holzböden verlegen, ist es wichtig, dass sich der Holzboden akklimatisiert. Parkett, oder auch Laminat sollten, wenn möglich, ca. 2 Tage an die Luftfeuchtigkeit des Raumes gewöhnt werden. Denn Holz quillt bei Feuchtigkeit und schwindet bei zu trockener Luft. Deshalb kann es beim zu schnellen Verlegen, dazu kommen, dass der Boden sich wölbt oder zusammenzieht. Das Schwindmaß liegt je nach Holzart ein mittlerer Wert bei 0,2 Prozent bis 0,3 Prozent. Diese Werte beziehen sich aber nur auf die Feuchtigkeit im Holz, nicht auf die Feuchtigkeit im Raum.

Ist Vinylboden nicht das gleiche wie PVC Belag?

Eigentlich schon, PVC bedeutet Polyvinylchlorid, Vinyl ist also der mittlere Teil. Für Fußbodenbelag in Rollen wird meistens der Begriff PVC Belag verwendet, Fußbodenbelag in Fliesenform wird meistens als Vinylboden oder auch Designboden benannt. Die Bezeichnung PVC Belag hat seit einigen Jahren einen schlechten Ruf, da früher diese Beläge schädliche Inhaltstoffe hatten. Mittlerweile setzen immer mehr Hersteller auf umweltfreundliche und gesunde Bodenbeläge, die ganz ohne gesundheitsschädliche Weichmacher auskommen.

Kann man Parkett auf Fußbodenheizungen verlegen?

Parkett kann grundsätzlich unter Beachtung  der empfohlenen Vorschriften und Maßnahmen auf Fußbodenheizung verlegt werden.

Dies sollten Sie allerdings beachten:

Der Estrich ist vor Beginn des Verlegens, aufzuheizen. Bei frischen Estrichen soll das Aufheizen nicht vor 21 Tagen nach seiner Einbringung beginnen. Der Wärmedurchlasswiderstand des Bodenbelags sollte nicht größer als 0,18 K/W. Dieser Wert ist abhängig von der Dicke und der Wärmeleitzahl des Bodenbelags. Auf dem bauseits normgerecht eingebrachten Estrich ist ein Klebervoranstrich nach Herstellervorschrift aufzubringen. Für die Verklebung auf Estrichen sind die handelsüblichen, schubfesten Klebstoffe und Voranstriche zu verwenden, die vom Hersteller als “für Fußbodenheizung geeignet” gekennzeichnet sind.

Soll man Terrassendielen im Winter abdecken?

Besser nicht! Wir können Ihnen auch erklären, warum Sie das lassen sollten: Terrassendielen halten länger, wenn Sie belüftet sind. Teppiche, Kunstrasen oder auch Abdeckplanen verhindern das Abfließen und Abtrocknen von Regenwasser oder Schnee. Dieser Effekt begünstigt, dass das Holz schneller fault und schimmelt. Terrassendielen könnten so schneller beschädigt werden. Gleiches gilt übrigens auch für große Schirmständer, Kisten oder Blumentöpfe. Wechseln Sie deren Standort von Zeit zu Zeit auf den Terrassendielen, um Schäden zu vermeiden.

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